Schlechte Zeiten für StartUps – StartUp Business im Krisenmodus

Schlechte Zeiten für Startups

Die Corona-Krise hat die Weltwirtschaft fest im Griff und wird auf längere Sicht zu erheblichen Beeinträchtigungen führen. Wer ein StartUp führt, muss um seine Existenz bangen. Mit der richtigen Geschäftsidee bietet der Shutdown jedoch auch eine Chance.

Mit ihren neuartigen Geschäftsideen können StartUps eine Bereicherung für die Wirtschaft sein und ganze Branchen revolutionieren. Der Shutdown angesichts der Corona-Pandemie hat bereits viele Unternehmen an den Rand ihrer Existenz gebracht. Einige Unternehmen haben schon Insolvenz angemeldet. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen.

Die Regierung hat reagiert und verschiedene Fonds als finanzielle Hilfen für Unternehmen aufgelegt. StartUps, die trotz eines guten Businessplans keinen finanziellen Rückhalt haben, profitieren oft nicht von solchen Förderungen und sind daher von der Krise am stärksten betroffen. So wie bereits die Vergangenheit gezeigt hat, können Krisen auch Chancen bedeuten. Mit Innovationsbereitschaft und neuen Ideen kann sich ein StartUp neu erfinden und letztendlich aus der schwierigen wirtschaftlichen Lage als Sieger hervorgehen.

Die Auswirkungen des Shutdowns auf die StartUp-Szene in Deutschland

Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf die Wirtschaft in Deutschland und weltweit. Die Rezession, die sich in Deutschland bereits Ende 2019 ankündigte, wird beschleunigt. Die Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Menschen treffen Unternehmen der verschiedensten Größen. Selbst große, etablierte Unternehmen stehen vor erheblichen Problemen. Am stärksten trifft es jedoch kleinere Unternehmen und solche, die ohnehin keine finanziellen Rücklagen haben, Verluste schreiben und denen daher ein intaktes wirtschaftliches Immunsystem fehlt. Dazu gehören StartUps, die gerade erst dabei sind, sich zu etablieren und finanzielle Mittel zu erwirtschaften.

StartUps sind auf Wachstum angewiesen

Mit ihren neuartigen Geschäftsideen und mit Angeboten, die es vor wenigen Jahren noch gar nicht gab, sind die StartUps eine Bereicherung für die Wirtschaft. Sie sind mit ihren innovativen Geschäftsmodellen und Produkten der Zündstoff für die Volkswirtschaft. Sie schaffen neue Arbeitsplätze und kurbeln den wirtschaftlichen Fortschritt an. Die StartUps sind zwar ein wichtiger Wachstumsfaktor, doch sind sie selbst auf Wachstum angewiesen, um bestehen zu können. Angesichts der aktuellen Krise wird es für diese Unternehmen umso schwieriger, ihre Position zu behaupten und zu festigen. Aufgrund des Shutdowns und des massiven Auftragsrückgangs fehlen ihnen wichtige Wachstumsgrundlagen.

Rückgang im operativen und strategischen Geschäft während der Krise

Die StartUp-Szene verzeichnet aufgrund der drastischen Einschränkungen in der Wirtschaft einen Rückgang im operativen und im strategischen Geschäft.

weniger operatives Geschäft wegen Corona

Aufgrund des wirtschaftlichen Lockdowns und der damit verbundenen Beschränkungen für die Wirtschaft sowie für die Bevölkerung ging die Nachfrage nach Produkten und Dienstleistungen stark zurück. Umsatz und Wachstum sind für einige StartUps sogar auf Null abgesunken. Viele StartUp-Unternehmen mussten bereits Mitarbeiter in Kurzarbeit schicken oder sogar entlassen, um die gegenwärtige Krisensituation zu überstehen. Andere Firmen denken aktuell über Zeitarbeit mit ausländischen Arbeitskräften nach. Doch das ist in der aktuellen Situation aufgrund der Einreisebeschränkung nur schwer realisierbar.

Die aktuelle Situation führt auch zu einem Stillstand im strategischen Geschäft. Entscheidungen über Aufträge, Budgets oder Kooperationen wurden verschoben, eingefroren oder vollständig abgesagt.

Investoren ziehen sich aufgrund der aktuellen Lage zurück. Sie haben ihre Erst- oder Folgeinvestments verschoben oder ausgesetzt.Die gegenwärtige Entwicklung bedeutet für viele StartUps nicht nur einen kurz- und mittelfristigen Liquiditätsengpass, sondern auch drastische Einschnitte in ihren mittel- und langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten. Fehlen die finanziellen Mittel, kann nicht in die Erweiterung des Unternehmens investiert werden. Auch die Forschung an neuartigen Technologien bleibt auf der Strecke.

Eine ganze Generation junger Unternehmen wird durch den Shutdown zurückgeworfen. Für viele StartUps bedeutet dies das Ende. Das wirkt sich nicht nur auf die StartUp-Szene, sondern auf die gesamte deutsche Wirtschaft aus. Arbeitsplätze gehen verloren. Internes und externes Kapital wird vernichtet. Die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und damit die Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Rahmen geht zurück.

Staatliche Hilfsprogramme kommen bei Gründern oft nicht an

Die von der Bundesregierung und von den Regierungen der einzelnen Bundesländer erarbeiteten Unterstützungsprogramme können vielen etablierten Unternehmen helfen, die Krise besser zu überstehen. An vielen StartUps gehen diese Unterstützungen jedoch vorbei, wie die Aussagen verschiedener Gründer belegen:

  • Zur Besicherung von Krediten der KfW werden Gründer aufgefordert, ihre Lebensversicherung zur Verfügung zu stellen.
  • Eine Gründerin sollte auf eigene Kosten ein Gutachten einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vorlegen, um nachzuweisen, dass der finanzielle Engpass auf die Corona-Krise zurückzuführen ist.
  • Die Hausbank eines Gründers hat den Kreditantrag nicht an die KfW weitergeleitet, da es sich um eine Verlustfinanzierung handeln würde.

Die Gründer haben nicht das Geld und die Zeit, Gutachten einzuholen und Prüfungen vornehmen zu lassen. Einige StartUps haben gar keine Hausbank, da sie ihr Gründungskapital auf andere Weise beschaffen, beispielsweise durch Crowdfunding oder als Mezzanin-Finanzierung.

Die Krise als Chance für die StartUp-Szene

Die Krise kann für die StartUps auch eine Chance sein. Mit ihrem Ideenreichtum und der Bereitschaft zu Innovationen sind StartUps gut gewappnet, um auf die aktuelle Situation zu reagieren. Betreiben Sie ein StartUp, sollten Sie ein Konzept erarbeiten, wie sich Ihr Unternehmen künftig entwickeln soll.

Ein wichtiger Faktor ist die Digitalisierung. Sie bietet neue Möglichkeiten durch die Bildung regionaler Netzwerke und kann zahlreiche Branchen revolutionieren. Mit einem Krisenstab in Ihrem Unternehmen können Sie kreative Lösungen erarbeiten. Ganz wichtig ist angesichts der aktuellen Lage die Kommunikation mit Ihren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Investoren.

Eine finanzielle Frage

Um die aktuelle Situation zu überstehen, ist Liquidität wichtiger denn je. Stundungen können für Kredite, Mieten oder Zahlungen an Lieferanten verhandelt werden. Für Ihre Dienstleistungen oder Produkte können Sie Gutscheine ausgeben, um kurzfristig an Geld zu kommen. Beim Finanzamt können Sie eine Steuerstundung beantragen.

Die Bedeutung regionaler Netzwerke

Sie sollten Netzwerke mit Unternehmen und Institutionen in Ihrer Region knüpfen. So können Sie sich gegenseitig helfen und Ideen austauschen. Bieten Sie Ihre Hilfe an und fragen Sie selbst nach Hilfe. Durch die Zusammenarbeit mit Unternehmen in Ihrer Region können Sie neue Geschäftspartner gewinnen und neue Absatzmärkte erschließen. Sie finden neue Geschäftsideen und können auch neue Ideen oder Partner für die Finanzierung gewinnen.

Möglichkeiten als StartUp nutzen

„Um die gegenwärtige Krisensituation zu überstehen, sollten Sie aktiv werden. Erstellen Sie ein Konzept und prüfen Sie Ihre finanziellen Mittel. Knüpfen Sie Netzwerke in Ihrer Region“, so der Rat eines regionalen Wirtschaftsmagazins aus Weser-Ems.

Shutdown kann auch eine Chance bedeuten. Die aktuelle Corona-Krise trifft die StartUp-Szene hart. Die Fördermittel der Bundesregierung kommen bei den StartUps oft nicht an. Die aktuelle Situation kann für Gründer auch eine Chance bedeuten. Mit der Digitalisierung, mit neuartigen Ideen und mit der Bildung von Netzwerken finden Sie neue Absatzmärkte, aber auch Möglichkeiten für eine schnelle Liquidität.

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